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Pinterest – Nur eine logische Konsequenz

Der momentan anhaltende Hype um Pinterest inklusive seiner Klone möchte ich hier gar nicht in den Fokus stellen. Was Pinterest ist oder ob es der neue Gamechanger im Social Commerce ist, haben andere ja schon längst beschrieben.
Ohne Hype, ohne Wunschdenken fällt mir eigentlich in der Debatte hauptsächlich auf, dass die grundlegenden Mechanismen des Social Webs gerne immer wieder vergessen werden. Ob nun ein immer noch fehlendes Twitter für Produkte oder Belohnungssysteme wie Lockerz die Plattformen für einen entspannteren Umgang mit dem Thema Social Commerce sein werden, das weiss ich nicht. Aber:

Die Plattform spielt doch keine Rolle!
Welche Plattform sich wie stark etablieren kann ist ja eigentlich auch völlig unwichtig. Entscheidend ist doch, dass wir zunehmend lernen die Vernetzung auch im Produktumfeld für Empfehlungen zu nutzen, ohne dabei nur über explizite Empfehlungen, Kommentare oder Bewertungen zu gehen. Offene Instrumente für den inspirierenden Austausch von Vorlieben und Wünschen sind doch nur die logische Konsequenz des Social Webs – und damit ist Pinterest an sich nichts besonderes. Das momentan rasante Wachstum bestätigt doch eigentlich nur, dass wir vom Ende der Fahnenstange noch ganz weit entfernt sind und das Bedürfnis zu einem gegenseitigen inspirieren ungebrochen und vor allem noch unbefriedigt ist.
Pinterest ist da nur ein weiterer Baustein hin zu einer nächsten Stufe des Social Commerce – fernab von dem was ein Shopping Tab auf Facebook leisten kann. Oder eben auch nicht.

Sich mit Menschen zu verbinden die ich kenne oder Menschen und Themenzu folgen die mich interessieren oder gar inspirieren sind grundlegend verschiedene Ansätze und müssen auch so verstanden werden. Leider fehlt dieses Verständnis an vielen Orten. Der etabierte Handel kann damit ebensowenig umgehen wie leider auch viele „Social Media Manager“.

In Kombinationen denken!
Häufig kann es helfen wenn man aktuelle Plattformen oder Konzepte einmal miteinander verbindet. Also nicht im Sinne von „Cross-Cloning“ sondern um sich die Kombination von neuen Mechaniken aber auch Qualitäten in deren Umsetzung vorstellen zu können und so auch in neue Richtingen zu denken. Basierend auch den hier genannten Anätzen rege ich mal folgende Kombination an:

Fab.com
Pinterest.com
Lockerz.com
garniert mit Facebook und Twitter.

Die Diskussionen zu diesem Mashup würden mich sehr interessieren – gerne auch hier in den Kommentaren.

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Handel oder endlich handeln im E-Commerce?

Während drüben bei Exciting Commerce zurecht auf die notwendige Geschwindigkeit beim Ausrollen neuer Geschäftsmodelle mit Nachdruck hingewiesen wird, sehe ich noch hohe Defizite im Handel mit dem „handeln“. Insbesondere der Schweizer Markt ist meiner Meinung nach noch zu wenig erwacht und läuft Gefahr von internationalen Konzepten schlicht überrollt zu werden. Dabei finden sich Inspirationen und „Wachrüttel-Vorlagen“ zu genüge im Netz. Ein schönes Beispiel ist diese Slideinferneo Präsentation

mit einem Rundumschlag zu den zwar buzzigen aber relevanten Themen:

  • Social
  • Local
  • Mobile

Wann und in welcher letztendlichen Kombination diese Themen ihren finanziell relevanten Durchbruch haben werden, ist sicher zu diskutieren. Nicht aber, dass es schon relevante Geschäftsmodelle in den einzelnen Bereichen gibt – sehr erfolgreiche sogar. Nun gilt es die Gedanken über das bereits bestehende zu erheben. Aufbruch in neue Konzepte, Technologien und und vor allem Zielgruppen und Mechaniken.
Keine Angst vorm Scheitern ist angesagt.
Wer dabei sein will muss zwingend dazu bereit sein. Aber dafür braucht es in vielen Fällen auch die Bereitschaft sich hinsichtlich der eigenen Firmenkultur neu zu erfinden bzw. sich wenigstens mal zu hinterfragen.
Momentan ist noch viel zu häufig folgende Ausgangslage anzutreffen:

E-Commerce ist für viele Händler leider immer noch, wenn der Ladenbauer die Filiale leiten darf.

Ich bin immer auf der Suche nach Beispielen und Diskussionspartnern hier in der Schweiz und über jeden Hinweis darauf sehr dankbar.

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Online Checkout mal offline

Gerne sind wir „onliner“ leicht überheblich in der Bewertung von stationären Geschäftsmodellen. Allerdings, wenn es um die Conversionrate geht, dann sehen nahezu alle Online-Shops ziemlich alt aus. Bei einem stationären Supermarkt liegt die Conversionrate quasi bei 100%. Denn wer einmal drin ist, der kauft in der Regel auch was. Da helfen auch solche verzweifelten Aktionen nicht, diese Quote im Promillebereich zu verändern:
Eine ganze Industrie an Beratern stürzt sich nach SEO, SEM nun auf CRO (Conversion Rate Optimisation) und versucht mit allerlei Tests die Conversion in Shops zu verbessern. Das ist völlig in Ordnung. Allerdings zeigt dieses Video, dass wir uns voher mal Gedanken machen sollten, ob es nicht geschickter wäre, erst einmal alles was einen Kauf definitiv „verhindert“ aus dem Weg zu räumen.

Denken wir also mal drüber nach. Oder?

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K5

Am 6. und 7. Oktober fand in München erstmalig die K5 Konferenz für E-Commerce mit dem ambitiösen Motto: „Expect A New Kind of E-Commerce Conference“ statt.
Jochen Krisch, der Kopf von Exciting Commerce, rief und das who is who der deutschsprachigen E-Commerce Szene kam in die Reithalle in München.

Es waren gerade die Teilnehmer (Liste als PDF) selbst, die diese Veranstaltung gleich bei der ersten Ausgabe zu der für mich spannendsten Konferenz das Jahres 2011 machten. Die eigene Konferenz iPhone App hielt uns immer auf dem Laufenden und die gut bemessenen Pausen und vor allem die Abendveranstaltung am ersten Tag sorgte für den so spannenden und wichtigen Austausch unter den Gästen. Positv überrascht war ich von der gelungenen  Speed-Dating Networking Session am ersten Abend organisiert durch den  Online Stammtisch München.
Sehr Positiv waren die Formate der einzelnen Slots– so blieb uns ein durchgängiges Power Point Slideinferno erspart. #Ilike und +1

Zusammenfassungen und Analysen der Konferenz wird es sicher noch einige geben, daher möchte ich hier die (andere) Twitter-Sicht der Veranstaltung einbringen.

Ein sehr treffendes Fazit vorneweg:

Glücklich war, wer als Online Händler die Teilnehmer zu seine Zielgruppe zählen durfte.

Die Zahl der sonst in Überzahl anwesenden Dienstleister und Agenturen war glücklicherweise durch den Veranstalter stark limitiert worden.

Tengelmann Chef Karl-Erivan Haub eröffnete mit einer guten Rede:

und spannenden Gedanken zu den Auswirkungen des wachsenden E-Commerce:


Der Branchenprimus Amazon enthüllte einige Zahlen

aber machte dann doch leider nur eine standard Verkaufspräsentation


Neben mir hätten sich auch weitere Teilnehmer an der ein oder anderen Stelle mehr „Biss“ von Jochen gewünscht.

Kaufhof nutzte die gelegenheit einen Tag vor ihrem Relaunch die neue Seite zu zegen

Und wir durften erfahren, dass wirksame Werbung nicht schön sein muss. Sockenpuppen als Erfolgsfaktor:

Kult Shop Frontline traute sich einen Katalog aus echtem Papier zu zeigen

Und spanned war es immer, wenn über gemachte Fehler gesprochen wurde. Das ist definitiv interessanter als des übliche „schneller, höher, weiter“

Social war eigentlich kein Thema – ausser wenn eingebttet ins eigene Angebot. Eine gute Differenzierung zu den Live Shopping Days oder klassischen Social Media Events

Wenn Sponsoren sich ganz praktisch und nutzbar vor Ort präsentieren kommt das gut an. Der „4 Sterne“ Taxifahrer Murat sorgte die Tage noch für Gesprächsstoff 😉

Selten konnte ich so viel Kontakte knüpfen. Ich damit definitiv nicht allein

Ein schöner Vortrag kam ganz ohne Folien daher.

Ich durfte Jochen auch Rede und Antwort stehen

Und freute mich darüber, wenn sich Branchenfremde „intelligent“ äusserten

Es gab viele spannede Referenten!

Und so gross waren die Räumlichkeiten ja nun auch nicht

Die Möbelhändler vor Ort witterten schon New-Business

Rocket Internet haben ihrem Namen alle Ehre gemacht

Die schönsten Folien

mit einem tollen Speech

Glücklicherweise hören etablierte Versandhändler wenigstens auf die grossen Strategieberatungen

und bieten so einen spannenden Kontrast duch die ganze Veranstaltung

Auch die „Nachzügler“ sind mit guter personeller Besetzung nun am Start


Und ich schliesse mich dem vielen positiven Statements zur  K5 Konferenz voll an

Updates:

Die Kollegen von ecomPunk haben intensiv von der K5 berichtet.
Die Zusammenfassung von Tag1 und Tag2
Viele Videos mit Referenten und Teilnehmern:
Batch1
Batch2
Batch3

Auch Jochen war schon wieder aktiv und hat den Auftritt und Inhalt von Rocket Internet verbloggt:
Rocket Internet und die „Egoless Culture“

Johannes Altmann von Shoplupe:
K5 – Die Revolution

Thomas Lang von carpathia:
K5 – a new kind of e-commerce conference

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Facebook Deals – Die lokale Kapitulation

Der Rückzug kam scheibchenweise. Erst wurde die Wandlung von den Check-Ins hin zu Statusupdates mit Ortsangabe bekanntgegeben, dann folgte der Rückzug aus den sich ja noch in der Testphase befindlichen Facebook-Deals. Kosolidierung oder Kapitulation?
Diese Frage beschäftigt nun viele die sich sich mit dem Thema etwas intensiver ausenandergesetzt haben. Ich selbst habe an diversen Vorträgen die mögliche Zukünftige Rolle von Facebook für lokale Geschäfte immer wieder propagiert. Nach wie vor bin ich von den Möglichkeiten von Location-Based-Deals fest überzeugt. Aber an der Fähigkeit von Facebook ausserhalb ihres Kerngeschäftes für die User und Anbieter von lokalen Angeboten etwas spannendes zu schaffen, muss nun wirklich gezweifelt werden.

Hat Google+ Facebook so stark in Bedrängnis gebracht, dass sie sich nun so auf den Kern ihrer Tätigkeiten, dem Austausch von Statusmeldungen, konzentrieren müssen? Dieser Gedanke liegt nahe, obwohl es auch nur logisch erscheint, wenn Dienste ohnen jeglichen Grundnutzen neu lanciert werden. So bringt der reine Check-In nahezu keinen Nutzen für den User. Es fehlt an dem spielerischen Element analog zu Foursquare oder hilfreiche Bewertungen eines Ortes wie z.B. bei Qype.
Der Nutzen hätten die Deals sein können müssen um endlich einen Mehrwert für einen Check-In bei Facebook generieren zu können.

Nun ist das Feld wieder frei. Wobei Google mit Places (& Deals) eindeutig die Pole-Position in Anspruch nimmt. Die Anzahl an Useren, Nutzen durch Bewertungen und zunehmende Akzeptanz von lokalen Geschäften spielen dabei eine wichtige Rolle. Jedoch fehlt noch ein wenig die Fokussierung auf die Deals – ausserhalb des Grouponansatzes, von dem Google lieber die Finger lassen sollte.

Groupon selbst gibt auch in diesem Sektor Gas und scheut auch nicht vor geeigneten Kooperationen z.B. mit Foursqaure zurück. Einen Weg, den auch Facebook hätte gehen können. Nun könnten auch die spezialisierten Dienste wie Coupies und somit deals@kkiosk hier in der Schweiz neuen Auftrieb bekommen. Wirkliche Kraft ensteht jedoch sicher erst dann, wenn neben vielen flächendeckenden Angeboten auch der  Community-Aspekt im Kern berücksichtigt wird.

Aber eine Hintertür will sich Facebook wohl noch offen halten. Nun können Coupons via SMS bezogen werden. 2005 wäre das ja noch eine Option gewesen…

UPDATE vom 29.08.11:
Die Abschaltung betrifft nur die „Facebook-Deals“. In  Deutschland heisst dieser Dienst „Facebook-Angebote“. Die von mir ebenfalls „totinterpretierten“ Check-In-Deals bleiben bestehen. Ob und wann sie dann auch in Europa ausgerollt werden, ist noch ungewiss. Siehe auch den Beitrag auf  Heise oder noch besser drüben im Blog von Carpathia wo Daniel Ebneter die Situation treffend analysiert hat.

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Neuer Mobile-Couponing Versuch in der Schweiz

Nach dem Ringier Disaster mit Vanilla, welches ja nun auf die reine Zahl-App „powerpay“ reduziert wurde, scheint sich nun etwas zu tun im Bereich des mobilen Couponings. Gemäss  Pressemitteilung vom 22.7.11 ist nun COUPIES aus Deutschland indirekt in der Schweiz gestartet worden.
(Mein Blogpost über Coupies aus dem letzten Jahr)

Voller Vorfreude habe ich den anstehenden Launch via Twitter kommentiert und mich zunächst in der gemeinsamen PR-Meldung orientiert.
Offiziell ist Valora mit k kiosk der Betreiber der neuen iPhone App „deals@kkiosk“  in der Schweiz:

Valora, die Besitzerin der größten Kioskkette der Schweiz, startet heute mit „deals@kkiosk“ Mobile Couponing in der Schweiz. COUPIES, Europas größter Mobile-Couponing-Marktplatz, ist strategischer Partner und besetzt somit ein weiteres Kernland in Europa.

Jedoch beschränkt sich das Angebot nicht nur auf die Kioske:

Bei Einführung der App werden bereits diverse Angebote verfügbar sein, neben k kiosk-Coupons auch bei Partnern wie Transa (Tracking Bekleidung), Interdiscount (Consumer Electronic), Rhomberg (Schmuck) oder Perosa (Bademoden und Damenunterwäsche) können die Nutzer der App profitieren.

Auch soll unter dem Dach von www.kkiosk.ch/deals die Möglichkeit für andere Händler geschaffen werden, Deals für Ihre Geschäfte einzurichten:

Neben den eigenen Marken bietet deals@kkiosk im Gutscheinheft und der Smartphone-App sowohl großen Anbietern als auch dem Laden um die Ecke eine neue Vermarktungsplattform ihrer Produkte oder Dienstleistungen. So kann z.B. der Friseur gleich neben dem Kiosk schon bald auf www.kkiosk.ch/deals seine eigene Couponing-Kampagne auf der k Kiosk-App anlegen und von der lokalen Reichweite in der Nähe seines Salons profitieren. Alle Nutzer sehen dann das Angebot des Geschäfts auf ihrer App. Das stärkt die lokalen Anbieter und macht die Idee des Kiosks als Treffpunkt im Quartier auch auf dem Smartphone erlebbar.

Weitere Applikationen, inklusive der von COUPIES,  sollen von diesen Angeboten profitieren können:

Zusätzlich werden die Coupons auch in den Apps von COUPIES, Gbanga und Wikitude zur Verfügung stehen.

Soweit so gut. Valora ist ja schon angenehm aufgefallen mit der Foursquare Check-In-Kampagne und hat sicher schon Erfahrungen mit Location Based Services sammeln können. Und nun mit COUPIES im Rücken sollte da eine tolle eigene iApp. bei rauskommen.

Das gesamte Couponing-System basiert auf der Technologie von COUPIES – von der API über das Content-Backend bis hin zur patentgeschützen Einlösetechnologie – und wird von Valora als Whitelabel genutzt. Die Entwicklung und Programmierung der App sowie das Design wurde von der Firma ubilabs aus Hamburg realisiert, die als Experten im Bereich Location Based Media spannende Raffinessen mit hochwertigem Design verknüpfen konnten. Beraten wurde Valora bei der Planung und Umsetzung dieses Projektes durch die Kommunikationsagentur undSchwieger aus Hamburg, die sich auf den Transfer von stationärem Geschäft in die digitale Welt spezialisiert hat.

Also, die App. schnell installiert und ausprobiert. Leider musste ich jedoch schnell feststellen, dass sich keiner der beteiligten Parteien aus meiner Sicht hier mit Ruhm bekleckert hat. Eigentlich unverständlich, was mit allen diesen Voraussetzungen und möglichen Lerneffekten, für ein mittelmässiges Ergebnis entstehen kann. Mittelmass deshalb, weil mit der App. von COUPIES ein wirklich gut durchdachtes „Stück“ Software existiert. Jedoch wurden scheinbar alle vorbildlichen Funktionen, Usability-Aspekte und Designs mal eben über den Haufen geworfen. Dieses harte Urteil möchte ich kurz anhand eines direkten Vergleichs erläutern. Direkt lässt es sich vergleichen, man muss nur die COUPIES App. aus dem deutschen App-Store laden (Deutscher Apple Accout ist nötig) und sieht die identischen Angebote von der k kisok App.

Schon bei der Listenansicht der im Umkreis befindlichen Deals wird es deutlich:

kkiosk vs.coupiesDie kiosk App. will übersichtlicher erscheinen und fasst mehrere Gutscheinein einem Place zusammen. Der Gedanke ist sicher richtig, denn schleisslich sollen ja vor allem Filialbetriebe hier abgebildet werden. Jedoch warum man dann die Angaben zur Entfernung zu dem Store weglassen muss, ist mir nicht verständlich. (In der COUPIES App. sind in der Liste leider noch nicht alle Deals sichtbar – über die Kartenansicht und mit der Auswahl des Ladens klappt es dann aber gut) Mit Logos und Bildern spielt COUPIES natürlich auch einen möglichen Wettbewerb der Anbieter besser aus. Aber da unterscheiden sich noch die Geschäftsmodelle.
Aber es gibt noch deutlichere und sicher entscheidende Unterschiede bzw. Nachteile der k kiosk Applikation:

  • Keine Routen von meinem Standort zum Geschäft
  • Keinerlei Community oder Social Media Integration
    (COUPIES mit Facebook Connect)
  • Keine Kategorisierung von Deals
  • Fehlende Favoriten
  • Keine Suchfunktion
  • Check-In hat keinerlei Nutzen

Der Startbildschirm hat jedoch noch genügend Platz für weitere Funktionen – bleibt zu hoffen, dass dort noch massiv nachgelegt wird. Die Augmented-Reality Funktion funktionierte bei mir nur auf Glück und sieht noch nicht fertig aus. Meines Erachtens auch nicht relevant für den Erfolg einer solchen App.

In der Praxis funtionierte die Aktualisierung meines Standortes nicht wirklich gut. Nur bei einem Neustart wurde der Ort korrekt bestimmt.
Ich habe einen Deal (3 für 2 Kaugummies) im Kiosk in Cham ausprobiert. Die Verkäuferin wusste sofort bescheid was sie zu tun hat als ich ihr mein iPhone zeigte:

Allerdings zog sie nach kurzer Suche ein Blatt Papier mit den verfügbaren Deals hervor und scannte den (oder einen anderen) Barcode von dort ein. Ich bekam meinen Rabatt und alles war bestens. Das ist sicher positiv zu bewerten, dass das Personal auch geschult worden ist und dann alles gut geklappt hat.

Es bleibt zu hoffen, dass k kiosk noch nachlegt, oder die COUPIES App. bald auch offiziell in der Schweiz verfügbar ist. Ferner wäre es wünschenswert, wenn Valora das Modell von COUPIES bei der Vermarktung bzw. dem Pricing für andere Unternehmen übernimmt. Denn hier liegt in meinen Augen eine grosse Stärke von COUPIES:
Das Einstellen wird durch den Ladenbetreiber gemacht und es wird nach aufgerufenen Coupons abgerechnet. In Deutschland sind das gerade einmal 0.50 EUR pro Gutschein.

Fazit: Die App hat das Potential dazu Foursquare in der Schweiz schnell bei der Nutzung von Sonderangeboten abzulösen. Aber Luft nach oben hat es noch genügend. Grundsätzlich hätte ich die App. als erste Beta deklariert – im Hinblick auf ein aktives Erwartungsmanagement. Unverständlich ist warum k kiosk auf den viralen Faktor zum Start verzichtet. Denn solche Facebook Statusmeldungen würden einer schnelleren Verbreitung sicher dienen:

COUPIES Facebook Statusmeldung

Was auch der COUPIES App. noch fehlt, ist der in meinen Augen sehr wichtige Community-Aspekt. Da zeigen sich noch Schwächen gegenüber Foursquare oder auch Qype. Auch das war ja ein fehlendes Element bei der Vanilla App.

Nutzer von Android können die COUPIES App. schon ohne Trick installieren. Die als Beta deklarierte HTML5 Web-App funktioniert leider noch nicht in der Schweiz. Wie es mit den anderen Apps für nahezu alle Smartphone Betriebsysteme aussieht, kann ich leider nicht beurteilen. Da wären eure Tests und Kommentare spannend.

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Wie Social CommerceToday berichtet, wurden in 2011 (Jan bis April) in den USA annähernd 2 Milliarden USD in Social Commerce Start Ups investiert. Diese Summe kommt auch ohne die Investitionen in Facebook oder die abgewickelten Übernahmen (wie z.B. die Hautelook Übernahme durch Nordstom für ca. 270 Mio. USD) zustande. Wie so oft dominiert Groupon  diese Liste. Aaber auch andere Player haben respektable Summen eingefahren. Nun können Kritiker wieder nach der „Blase“ rufen – aber es sind durchaus erfolgsversprechnde Konzepte darunter, die uns sicher noch länger begleiten werden. Hoffentlich.

Auf jden Fall lohnt es sich, die genannten Modelle einmal genauer anzusehen um die doch recht unterschiedlichen Mechaniken und Facetten des Social Commerce zu spüren und mögliche Ideen für eigne Anwedungen zu finden. Es gibt viel zu lernen. Für den Betrachter aber auch für einige Start Ups auf dieser Liste.

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Live von den Live Shopping Days 2011

Angeregt von Andreas von Gunten möchte ich via coveritlive.com von den Live Shopping Days 2011 in Berlin berichten.

 

Alternativ kann der Stream in einem neuen Fenster betrachtet werden:
LSD11

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Local Commerce oder "Some like it hot"

An der E-Commerce Konferenz von Reto Hartingers Internetbriefing am 15.3.2011 im Kongresshaus Zürich konnte ich meine Gedanken zum Thema „Local Commerce – Wird der stationäre Handel wieder eine Chance verpassen?“ präsentieren.

Dabei ging es mir in erster Linie um die sich ergebenden Chancen aus der Verküpfung von „E-Commerce“, „Mobile“, „Social Media“ und „Local bzw. Location Based“.
Mittlerweile existieren genügend Beispiele die die Kraft aus der sinnvollen Kombination dieser Themen anschaulich demonstrieren.
Insbesondere die immer stärkere Verbindung dieser Themen zugunsten von stationären Geschäften wie z.B. durch Groupon (echter Online to Offline Commerce) bietet neue Chancen für den stationären Handel. Quasi als ganz einfach gehaltene „Anleitung“ zum Bewerten von Geschäftsmodellen oder Plattformen habe ich diese Darstellung präsentiert und anhand einiger Modelle nach meinem Empfingen bespielhaft demonstriert. Je stärker die 4 Themen in Kombination ausgeprägt sind, um so „heisser“ wird es:

Die von mir gemachten Bewertungen der einzelen Geschäftsmodelle ist natürlich von meinem persönlichen Empfinden geprägt und nur auf den aktuellen Zeitpunkt bezogen. Dazu entwickeln sich die Plattformen viel zu schnell. Aber das ist auch die momentane Schwäche vom stationären Handel! Statt sich schon verfügbare Tools wenigstens experimentell zu nutze zu machen, wird lieber in alten Mustern, nämlich rein auf der Preis-Ebene, gedacht.Bewetung von Vanilla
Die optimale Verbindung dieser Kriterien ist sicher schon eine schwere Aufgabe – aber wenigstens einzelne Tools können von fast jedem Geschäft zumindest testweise eingestzt werden und sorgen momentan noch schnell für einen USP gegenüber den Mitbewerbern.
Die ganze Präsentation kann hier betrachtet werden:

Bei der Darstellung der Möglichkeiten habe ich mich auf die konkret verfügbaren Dienste (oder in der Schweiz bald verfügbar) konzentriert. Potentielle zukünftige Player wie Twitter im Hinblick auf Local Commerce bewusst ausgelassen. Ich bin mir sicher, in diesem Feld werden wir in den kommenden 2 Jahren noch Modelle/Plattformen auf den Radarschirm bekommen, von denen wir heute noch nicht einmal das aktuelle Potential anständig bewerten können. Es bleibt spannend! Für den E-Commerce und insbesondere dem stationären Handel. Wenn er denn die Chancen nutzt.

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Mit DayDeal die Marketing-Trophy gewonnen

Am Schweizerischen Marketing-Tag 2011, ausgerichtet vom Berufsverband Swiss Marketing (SMC) der als Träger seit 1999 die Marketing-Trophy verleiht, war es für mich bzw. unser Unternehmen dieses Jahr besonders spannend. Wir waren in der Kategorie „mittlere Unternehmen“ nominiert und hatten ja daran schon unsere helle Freude. Alleine schon eine Nominierung bei dieser bisher  doch recht „1.0“ geprägten Veranstaltung für ein doch recht „zweipunktnulliges“ Projekt war fast schon eine kleine Sensation. Aber dann auch noch ein Sieg. Einen „Marketing Oscar“ für eine Liveshoppingplattform? So mit Community und Social Media?
Es wurde Wirklichkeit und ich durfte den Preis stellvertretend für das DayDeal-Team und allen Mitarbeitern von Brack Electronics entgegennehmen und mit Susanne Wille „plaudern“.

Malte Polzin & Susanne Wille am MArketingtag 2011

Die 8 köpfige Jury wurde am Event von Jury Präsident Marco Bernasconi und Frank Bodin vetreten und dieser begründete die Entscheidung der Jury mit folgenden Worten:

Wie man die Möglichkeiten der neuen Medien auf neue Weise nutzen kann, zeigt dieses Social-Commerce-Projekt besonders facettenreich und besonders überzeugend: Der  Liveshop DayDeal ist Marketing-Idee, Kommunikationsidee und Community-Idee in einem – DayDeal.ch bietet nicht nur ein Produkt pro Tag an, sondern ist viel mehr eine Plattform, auf der Kunden untereinander und mit dem Betreiber in Kontakt treten und sich über Produkte informieren. Das macht DayDeal.ch zu einem Neukunden-Generator für Brack Electronics. Mit Erfolg: Durchschnittlich 60 Kommentare pro Tag, das entspricht über 20’000 Kommentaren pro Jahr, Tendenz steigend, zeigt die Inter-Attraktivität.  Mehr noch: Mit der raffinierten Nutzung der neuen digitalen Möglichkeiten zeigt die Marke Brack Electronics AG wie innovativ sie ist – das ist nicht behauptete-, sondern gelebte Innovation. Ausserdem ist DayDeal im Gegensatz zu vielen anderen Shops und Onlineplattformen auch live an Events erlebbar vom Stand an Open-Air-Festivals bis hin zum eigens realisierten Racing-Day. Die clevere Kombination von Brack.ch und Liveshopping führt zu einer Erweiterung des Grundgeschäfts und zu einer Steigerung der Rentabilität. Mein Deal, dein Deal, unser Deal: Das Resultat hat auch die Jury der Marketing-Trophy überzeugt.

Es gibt auch einen Videomitschnitt der Veranstaltung. Leider ist auch die Übersicht in Flash.  Das letzte Video ab 18:10 zeigt die Verleihung in der Kategorie „mittelere Unternehmen“

Einige Impressionen gibt es bei persoenlich.com und im Blog von Brack.ch ist die Trophy in Nahaufnahme zu sehen. Danke noch an Chris Beyeler vom Socialmedia Blog für das von ihm gemachte Bild mit der Trophy in der Hand.

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