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Social Shopping aus Österreich mit Trendley

Nun tut sich in Sachen Social Shopping auch etwas in Österreich. Das im Oktober 2012 gegründete Startup Trendley ist mit deiner Betaversion gestartet.
Hierbei handelt es sich um einen typischen Aggreator wie z.B. Polyvore oder Stylight bei dem die User sich eigene Boards bzw Outfits erstellen können. Die Produkte werden hierbei aus den Katalogen von Versendern wie z.B. Zalando importiert und dargestellt. Für die Vermittlung des Käufer zu den einzelnen Shops erhält die Plattform eine Provision. Damit wäre das Geschäftsmodell auch schnell erklärt.

Die Trendley Startseite auf dem iPad betrachtet:

Neben der Suche nach Produkten bzw. die Auswahl über eine Filternavigation ist es jedoch entscheidend einen „sozialen“ Mehrnutzen zu erzeugen. Die zusammengestellten Outfits können bewertet, geliked und geteilt werden. So kann man sich von anderen Usern inspirieren lassen und neu kombinierte Outfits entdecken.

 

Nach einem kurzen Test zeigt sich Trendley als eine „Kopie“ von Polyvore – leider ohne nennenswerte Verbesserungen oder Innovationen. Die sehr mühsame Performance mag an der Beta-Version liegen. Hoffentlich, denn so dauert das Zusammenstellen eines Outfits einfach zu lange.
Aber auch mit einer besseren technischen Performance ist die Auswahl aufgrund der recht umständlichen Anordnung der Bereiche recht mühsam. Hier sind gegenüber z.B. Polyvore klare Nachteile in der Usability erkennbar. Möglicherweise hätte man sich da noch stärker an das Original halten sollen bzw. die lange erprobten Features nur einfach modifiziert.

Trendley-Outfit-generate

Positiv zu erwähnen ist die ansprechende Nutzung auch auf mobilen Endgeräten. Allerdings kann der volle Funktionsumfang (Zusammenstellen von Outfits) erst ab Tabletgrösse im Landscape-Modus gemacht werden. Sicherlich sinnvoll.

Einen klaren Vorteil erkennt man jedoch in der lokalen Ausrichtung. Bei der Registrierung, auch über gängige Social Logins, wählt man das Herkunftsland aus. Diese Auswahl hat dann Auswirkung auf das Angebot und auch die angezeigten Preise. Dieses ist natürlich sinnvoll, denn was nützt mir ein Kleidungsstück, welches z.B. nicht in die Schweiz geliefert wird. Aber das ist bei der momentanen begrenzten Integration von Shops (aktuell nur Zalando und Stylebob) noch nicht kritisch. Auch positiv ist, das hier auch Männer „mitspielen“ dürfen. Stylight ist diesem „Trend“ bereits gefolgt. Polyvore ist nach wie vor reine Frauensache.

Fazit:
Es ist erfreulich, dass nun auch in Österreich Initiativen für Social Shopping mit einem grenzüberschreitenden Ansatz an den Start gehen. Allerdings gibt es inhaltlich bzw. bei der User Experience noch Luft nach oben.

 

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E-Commerce News D-A-CH

Auf den verschiedensten Kanälen erreichen mich Nachrichten zum Thema E-Commerce und ich lege mir diverse Artikel bei Instapaper ab um sie zu archivieren oder einfach später zu lesen. Allerdings war ich immer auf der Suche nach einer Möglichkeit, von mir als lesenswert empfundene Artikel auch öffentlich zugänglich zu machen. Eher zufällig stiess ich dabei über Scoop.it und habe dort seit einigen Wochen lesenswertes zum Thema
E-Commerce für D-A-CH zusammengetragen
. Dabei habe ich RSS Feeds, Twitter User und Stichworte nach denen dieser Dienst sucht hinterlegt und kann selber entscheiden, welchen Artikel ich dort publizieren möchte.

 

Als relevante Themen habe ich folgende ausgewählt:

  • E-Commerce
  • M-Commerce
  • F-Commerce
  • Social Commerce
  • Online Handel etc.

Mit der iPhone App. können die Vorschläge von Scoop.it bequem ausgewählt und publiziert werden. Wenn noch Ideen für Quellen (Twitter Accounts, RSS Feeds) bestehen, dann nehme ich die gern mal mit auf. Wie gesagt, ich selektiere diese Berichte nach meinem Empfinden und stelle sie zum Teil kommentiert ein. Wer sich bei Scoop.it registriert, kann dann mein oder andere Themen abonnieren. Wie gesagt  über Feedback würde ich mich freuen.

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Amazon iPad App. – einfach zum ausflippen!

Der 14.12 hätte ein neuer Meilenstein für den Couch Commerce sein können. Amazon hat eine iPad App. gelauncht und nach den bisherigen Erfahrungen aus der bis dahin eher für den US Markt gedachte Windowshop-App sollte man einiges erwarten können. Auch die iPhone App erfuhr zumindest gefühlt ein Update und nun war ich doch gespannt wie diese beiden Applikationen die aktuellen Trends im Mobile Commerce so aufnehmen.
Zunächst einmal ein kurzer Blick auf die iPhone App.

Alles da was man braucht. Suche, Einstieg in den Katalog (In Kategorien stöbern) und einige Teaser und natürlich der Hinweis sich einzuloggen. Wie von Amazon gewöhnt geht auch alles recht fix und flüssig von statten. Allerdings kommt man am Ende der Navigation an einen Punkt, den ich in der Betrachtung der iPad App näher erläutern werde.

Nun ein Blick auf die iPad App. Für die bessere Darstellung hier habe ich auf die Ansicht im auch verfügbaren Landscape-Modus bewusst verzichtet.

Ich möchte es kurz machen. Den Einstieg in den Katalog habe ich bisher vergeblich gesucht. Navigieren kann man über die Teaserangebote  oder ich beginne mit der Suche.
Die Geschwindigkeit ist wie von Amazon gewohnt rasend schnell – zumindest im WLAN. Bei der Eingabe von „Schuhe“ wurden mir auch gleich relevante Rubriken vorgeschlagen. In diesem Fall habe ich mich für „Schuhe Damen“ entschieden.


Am 17.12 erhielt ich dazu dann über 134’000 Treffer – 2 Tage später dann bereits 135’500. Beeindruckende Zahlen – für Al Bundy und für Zalando. Mit dieser Liste auf der linken Seite kann ich ja nun noch nicht viel anfangen. Daher gibt es in dieser Spalte ja auch den „Filter“  Button. Diesen geklickt, flippt (kehrt) sich dieser linke Bereich um und ich kann die Kategorien einschränken.

Die Kategorie „Schuhe & Bekleidung“ erschien mir als sinnvoll und ich lande wieder auf der Listenansicht mit einem Produkt im Hintergrund. Nun möchte ich ja weiter filtern. Also wieder „Filter“ geklickt und einen „Flip“ später habe ich endlich meine detaillierteren Filter zu Verfügung. Einige sind in dieser Darstellung schon mal von mir ausgewählt worden. Aber bis zu diesem Ergebnis war es ein längerer Weg…

Aber bei genau dieser Auswahl liegt das Problem. Für jeden Filter muss ich wieder und wieder über den Button „Filter“ gehen und einen „Flip“ ertragen. Um diese Filter alle zu setzten, „flippt“ ein normaler User sicher so 3 bis 4 Mal aus. Mehrere Filter in einem Aufwasch setzen geht einfach nicht. Auch wenn die Geschwindigkeit trotz der wirklich sehr vielen Produkte eindrücklich ist, flippt man eben ständig und es besteht keine Chance in einer Kategorie einfach mal zu stöbern. Es sei denn man hatte einen Suchbegriff im Kopf und kann dann nach einer Suche in diesem schmalen Suchfenster vertikal scrollen.

Produktdetailseite
Hier angelangt habe ich Zugriff auf alle Informationen zum Produkt, kann die Bilder sliden, was auch für alle „Kunden die das gesehen haben, haben auch das gekauft“ Funktionen mit „wischen“ durchstöbern. Aber:
Ich habe keine Möglichkeit von einer Detailansicht mit z.B. wischen zum nächsten Produkt zu kommen. Dazu muss ich das „Suchlistenfenster“ wieder ausklappen und dort durch die Liste scrollen und bestimmt wieder flippen, wenn ich einen wechsel vollziehen möchte.

Fazit:
Stöbern macht in dieser App. nun überhaupt keinen Spass. Sehr enttäuscht bin ich, dass nicht ein einziges Element der Windowshop-App hier Einzug gefunden hat. Auch andere Referenzen in Sachen iPad Apps. wie z.B. Manufactum (nur .de) oder Shoplove (nur .de) scheinbar keine Inspiration geboten haben.
Ich muss immer suchen oder mich nach dem einloggen von Vorschlägen zu meinen bisherigen Einkäufen leiten lassen. Aber wenn ich mich inspirieren lassen möchte – Fehlanzeige. Ich muss suchen und filtern. Suchen und filtern und zwischendurch immer wieder “ flippen“. Bis zum ausflippen!

Ich bin mir nicht ganz sicher ob der Branchenprimus nicht über seine vielen Aktivitäten stolpert. Einerseits wird das Ökosystem ausgebaut, auf der anderen Seite scheint der kostenlose Versand für Prime Kunden nun doch weh zu tun. Mit der iPad App. ist jedenfalls kein grosser Wurf gelungen.

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Der Schweizer Handel ist im Wandel.
Dies zeigt auch die Deloitte Weihnachtsstudie (PDF) welche in der aktuellen Ausgabe das Stimmungsbild von 762 befragten Schweizer Konsumenten darstellt.
Bei den Bereichen, die Einzelhändler beachten sollten, um das Shopping-Erlebnis zu verbessern, ist der Preis gegenüber dem Vorjahr auf Rang 1 aufgestiegen. Der nach wie vor schwache Euro hat hier Spuren hinterlassen.
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Zuerst kommt Couch-Commerce…

Der ursprügliche Artikel erschien online in der Netzwoche am 22.10.12 und wurde von Claudio Dionisio verfasst und ist hier in gekürzter Fassung dargestellt. Danke für die Genehmigung  an den Autor.

Zuerst kommt Couch-Commerce – erst dann wird’s richtig mobil

Die neuen Technologien machen den Einkauf immer mobiler. So lautet die landläufige Meinung, die zurzeit an jedem IT- und Marketing-Kongress verbreitet wird. Demzufolge wird auf dem Weg ins Büro, im Tram oder zwischen zwei Schulstunden nicht nur auf Apps, E-Mails und Websites zugegriffen, sondern eben auch mobil eingekauft – Mobile Commerce eben.

Für Malte Polzin ist dies aber noch längst nicht der Fall. Hier müsse etwa klar zwischen Smartphone- und Tablet-Nutzern unterschieden werden. Zwar sollen gemäss Statistiken heute gegen 50 Prozent der Smartphone-Nutzer auch tatsächlich von unterwegs Einkäufe tätigen. Die andere Hälfte tut das aber immer noch stationär. Stark gestiegen ist und weiterhin wachsen wird seiner Meinung nach die Bedeutung des «mobilen» Shoppens zuhause, also gemütlich vom Sofa vor der Flimmerkiste. «Couch-Commerce» der «Couch-Potatoes» ist ein grosser Trend. Aus Sicht von Polzin lohnt es sich für E-Shop-Betreiber gerade in der Schweiz mit ihrer grossen Dichte an mobilen Geräten, das Business zu ‹mobilisieren› und Konzepte auszuprobieren. In diesem Bereich müsse man unbedingt eigene Erfahrungen sammeln. Erfolgreiche bestehende Konzepte wie etwa die SBB-App liessen sich kaum auf andere Onlineshops übertragen.

Wichtiger werden die lokal ausgerichteten Mobile-Angebote. Ortsabhängige Dienste wie etwa lokale Kioske oder Angebote auf
www.local.ch werden sich in den nächsten Jahren besser etablieren können, schätzt Polzin. Dabei bleiben klassische Usability-Regeln wichtig: Ein gutes Angebot mit einem klaren Kundennutzen, eine einfache Anwendung und eine sinnvolle Community-Integration sind wichtige Voraussetzungen.

NFC soll es richten

Polzin ist der Meinung, dass das Zahlen per Near Field Communication (NFC) den Mobile Commerce deutlich voranbringen wird. Doch Mobile Payment per Handy ist noch längst nicht alltäglich. Das Ganze sei noch immer zu umständlich. Zuerst eine Nummer anrufen oder eine SMS senden und dann eventuell noch einen Code eintippen – da ist das Bezahlen per EC-Karte noch immer die einfachere Variante. Vom Prinzip her könnte NFC zwar das mobile Bezahlen und vieles Weitere schon heute problemlos ermöglichen. Aus technischen Gründen und wegen der Sicherheit tun sich aber einige Player noch schwer mit der «mobilen Brieftasche» für Smartphones. Aber das dürfte sich nach Ansicht von Polzin bereits in den nächsten Monaten stark ändern.

Multichannel ist in aller Munde – an Kongressen und in Schulen. Das Problem sei aber, dass in der praktischen Umsetzung die in jedem Kanal nötige höchste Ausführungsqualität oft sträflich vernachlässigt werde. Ein Onlineshop wird gemäss Polzin nicht nur deshalb gut, weil die Lieferung auch im Ladengeschäft abgeholt werden kann. Es brauche im digitalen Workflow auch mehr als nur eine katalogähnliche Darstellung des Angebots. Erfolg versprechend seien Pure-Player-Konzepte mit Innovationen, die dann auch mit einem anderen Kanal verbunden werden können. Nur so könne für die Zukunft eine höhere und immer wichtigere Kundenbindung erreicht werden. Aktuell benötigten viele Onlinehändler zu viel teure Neukunden.

Polzin vertritt die Ansicht, dass E-Shops technisch nicht als Frontend zum Kunden gesehen werden dürfen, sondern vielmehr als offene und vernetzbare Plattform. Via APIs und Schnittstellen können Daten und Transaktionen ausgetauscht werden. Kunden sollten sogar eigene Shops eröffnen können, wenn sie dies wollen. Amazon und Tesco in England sind da gute Beispiele.

Social Commerce – na ja

Noch nicht so recht glaubt Polzin an die Segnungen des Social Commerce. «So langsam begreifen wir, dass Social Media nicht gleich Social Commerce bedeutet – und zum Beispiel auf Facebook nicht einfach mal so Produkte verkaufbar sind.» Aus seiner Sicht sind eigenständige Plattformen, die die sozialen Mechanismen gekonnt integrieren und verbinden, noch lange nicht dort, wo sie sein könnten. «Das Ganze steckt noch in den Kinderschuhen. Vom Hinweis ‹Kunden, die das gekauft haben› muss der Wandel in Richtung ‹das könnte dir auch gefallen› gehen. Als Basis hierfür könne etwa mein Interesse an Firmen, Marken oder Themen auf Facebook dienen.»
Polzin glaubt, dass wir künftig immer häufiger unsere «Freunde» mit in einen Shop nehmen und dabei sehen können, was ihnen so gefallen hat (Stichwort «Open Graph»). Das wird uns – über die Meinung und Bewertungen von anderen Kunden hinaus – bei Kaufentscheidungen helfen.

Hinsichtlich der Nutzng von NFC für Online Shops habe ich mich dabei nicht präzise ausgedrückt. Daher kam berechtigterweise die Frage via Twitter:

Gemeint war vielmehr, dass wenn NFC Zahlungsmittel an Kraft gewinnen, dabei auch Tools für das Bezahlen im Distanzgeschäft an diese Applikationen andocken werden, bzw. dieses dann auch können. Das liegt einfach zu nahe und Alternativen zu klassischen Kreditkarten und Paypal sind auf jeden Fall wünschenswert.

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Amazon Lending – Geld für die Händler

Amazon ist ja bekannt für seinen Ideenreichtum bei der Erweiterung seiner Services. Nun scheint es Bestrebungen zugeben, Verkäufern durch Kredite zu mehr Wachstum verhelfen zu wollen. So zumindest schreibt es der Channel Advisor in seinem Blog. Dabei stützt man sich auf die Mails, die Händler von Amazon erhalten haben und so über diesen „Service“ informiert wurden. Das E-Commerce zur Wachstumsfinazierung Geld benötigt ist allgemein bekannt – VC Finanzierungen  und strategische Beteiligungen von Medienhäusern und Handelskonzernen sind ja beinahe an der Tagesordnung. Dabei geht es häufig um grössere Summen bei diesen Investments. Hier geht Amazon nun einen anderen Weg, zumindest bei diesem Service. Sie, bzw. Amazon Capital Services Inc. offerieren Kredite zur Finanzierung des Wachstums von Händlern. Die Raten werden direkt vom Konto des Händlers bei Amazon abgezogen.

Wo ist der Haken?
Schlanke 13% Zinsen verlangt der Handelsriese dafür. Damit werden die Gebühren für die Verkäufe auf dem Marktplatz schnell in den Schatten gestellt. Für viele Sortimente jedenfalls. So viel Marge würden in manchen Branchen gerne viele Händler einmal in ihren Büchern sehen. Ob dieser Service der grosse Erfolg wird, schwer zu sagen. Der US Markt mag ja noch anders funktionieren. Ob das Modell auch in Europa angeboten wird wird sicher davon abhängen. Warten wir es ab.
Möglicherweise wird Amazon ja zur neuen KfW des online Handels. Kreditanstalt für Wiederverkäufer. Nun braucht es nur noch ein eigenes Inkassounternehmen.
Danke an @jkrisch für den Hinweis auf Twitter.

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Amazon nun auch mit TV Werbung?

TV Werbung für Online Shops ist ja seit dem fast schon penetranten „Schrei vor Glück“ von Zalando und dem neuen „Am Arsch der Welt“ Spot von home24 quasi eine Pflichtübung für wachstumsorientierte und gut finanzierte Plattformen geworden. Insbesondere die Pferde aus dem samwerschen Rocket-Stall setzen mit fast schon brachialer Gewalt auf dieses Medium um ihre Bekanntheit innerhalb von kürzester Zeit massiv zu steigern.

Auch das aktuelle Konzept von Project-A, Tirendo.de setzt auf ein eher actionreiches Storyboard. An der ersten K5 Konferenz 2011 konnten wir von Las Jankowfsky sehr eindrücklich hören und sehen was ein eher „trashiger“ TV-Spot wie der „Sockenansatz“ von Swoodoo so bewirken kann. Auch gab es die Erkenntnis, dass ein „schön“ gemachter Spot welcher alternativ getestet wurde, in deren Fall überhaupt nicht funktioniert hat.

Bisher hat sich der Platzhirsch Amazon ja aus diesem doch recht teuren Spiel galant heraus gehalten. Dies könnte sich nun ändern. Via Tweet von Stefan Wolk bin ich auf diesen Spot von Amazon aufmerksam geworden. Ob er im TV gezeigt wird kann ich leider nicht sagen. Da wären Feedback in den Kommentaren recht hilfreich.


Amazon
geht vom Ansatz her einen anderen Weg als die o.g. auf rasantes Wachstum auslegten Konzepte. Sehr ruhig, auf Image getrimmt und von einer US Vorlage vertonten Version werden die Vorzüge und die Innovationen von Amazon serviert. Nun gut, als unangefochtene Nummer 1 lässt es sich ja auch ganz entspannt angehen. dafür kann man auch mal eine ganze Minute wirken lassen und sehr auf die emotionale Drüse drücken. Ob es gut ankommt? Ein spontanes Statement kam via Twitter kurze Zeit später:


Dem möchte ich mich nicht ganz anschliessen, jedoch, erinnert mich das sehr stark an einen Spot von Mercedes, wo neben dem Thema Tradition die in der Geschichte entwickelten Innovationen ins Zentrum des Spots gepackt wurden. Irgendwie langweilig wie ich finde.

Dabei hat Mercedes nun schon auch öfters bewiesen, dass sie auch pfiffig können. Dazu verweise ich sehr gerne auf einen meiner Lieblingsspots:

Irgendwie gewinnt pfiffig. Meistens!

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Pinterest – Nur eine logische Konsequenz

Der momentan anhaltende Hype um Pinterest inklusive seiner Klone möchte ich hier gar nicht in den Fokus stellen. Was Pinterest ist oder ob es der neue Gamechanger im Social Commerce ist, haben andere ja schon längst beschrieben.
Ohne Hype, ohne Wunschdenken fällt mir eigentlich in der Debatte hauptsächlich auf, dass die grundlegenden Mechanismen des Social Webs gerne immer wieder vergessen werden. Ob nun ein immer noch fehlendes Twitter für Produkte oder Belohnungssysteme wie Lockerz die Plattformen für einen entspannteren Umgang mit dem Thema Social Commerce sein werden, das weiss ich nicht. Aber:

Die Plattform spielt doch keine Rolle!
Welche Plattform sich wie stark etablieren kann ist ja eigentlich auch völlig unwichtig. Entscheidend ist doch, dass wir zunehmend lernen die Vernetzung auch im Produktumfeld für Empfehlungen zu nutzen, ohne dabei nur über explizite Empfehlungen, Kommentare oder Bewertungen zu gehen. Offene Instrumente für den inspirierenden Austausch von Vorlieben und Wünschen sind doch nur die logische Konsequenz des Social Webs – und damit ist Pinterest an sich nichts besonderes. Das momentan rasante Wachstum bestätigt doch eigentlich nur, dass wir vom Ende der Fahnenstange noch ganz weit entfernt sind und das Bedürfnis zu einem gegenseitigen inspirieren ungebrochen und vor allem noch unbefriedigt ist.
Pinterest ist da nur ein weiterer Baustein hin zu einer nächsten Stufe des Social Commerce – fernab von dem was ein Shopping Tab auf Facebook leisten kann. Oder eben auch nicht.

Sich mit Menschen zu verbinden die ich kenne oder Menschen und Themenzu folgen die mich interessieren oder gar inspirieren sind grundlegend verschiedene Ansätze und müssen auch so verstanden werden. Leider fehlt dieses Verständnis an vielen Orten. Der etabierte Handel kann damit ebensowenig umgehen wie leider auch viele „Social Media Manager“.

In Kombinationen denken!
Häufig kann es helfen wenn man aktuelle Plattformen oder Konzepte einmal miteinander verbindet. Also nicht im Sinne von „Cross-Cloning“ sondern um sich die Kombination von neuen Mechaniken aber auch Qualitäten in deren Umsetzung vorstellen zu können und so auch in neue Richtingen zu denken. Basierend auch den hier genannten Anätzen rege ich mal folgende Kombination an:

Fab.com
Pinterest.com
Lockerz.com
garniert mit Facebook und Twitter.

Die Diskussionen zu diesem Mashup würden mich sehr interessieren – gerne auch hier in den Kommentaren.

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Handel oder endlich handeln im E-Commerce?

Während drüben bei Exciting Commerce zurecht auf die notwendige Geschwindigkeit beim Ausrollen neuer Geschäftsmodelle mit Nachdruck hingewiesen wird, sehe ich noch hohe Defizite im Handel mit dem „handeln“. Insbesondere der Schweizer Markt ist meiner Meinung nach noch zu wenig erwacht und läuft Gefahr von internationalen Konzepten schlicht überrollt zu werden. Dabei finden sich Inspirationen und „Wachrüttel-Vorlagen“ zu genüge im Netz. Ein schönes Beispiel ist diese Slideinferneo Präsentation

mit einem Rundumschlag zu den zwar buzzigen aber relevanten Themen:

  • Social
  • Local
  • Mobile

Wann und in welcher letztendlichen Kombination diese Themen ihren finanziell relevanten Durchbruch haben werden, ist sicher zu diskutieren. Nicht aber, dass es schon relevante Geschäftsmodelle in den einzelnen Bereichen gibt – sehr erfolgreiche sogar. Nun gilt es die Gedanken über das bereits bestehende zu erheben. Aufbruch in neue Konzepte, Technologien und und vor allem Zielgruppen und Mechaniken.
Keine Angst vorm Scheitern ist angesagt.
Wer dabei sein will muss zwingend dazu bereit sein. Aber dafür braucht es in vielen Fällen auch die Bereitschaft sich hinsichtlich der eigenen Firmenkultur neu zu erfinden bzw. sich wenigstens mal zu hinterfragen.
Momentan ist noch viel zu häufig folgende Ausgangslage anzutreffen:

E-Commerce ist für viele Händler leider immer noch, wenn der Ladenbauer die Filiale leiten darf.

Ich bin immer auf der Suche nach Beispielen und Diskussionspartnern hier in der Schweiz und über jeden Hinweis darauf sehr dankbar.

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Online Checkout mal offline

Gerne sind wir „onliner“ leicht überheblich in der Bewertung von stationären Geschäftsmodellen. Allerdings, wenn es um die Conversionrate geht, dann sehen nahezu alle Online-Shops ziemlich alt aus. Bei einem stationären Supermarkt liegt die Conversionrate quasi bei 100%. Denn wer einmal drin ist, der kauft in der Regel auch was. Da helfen auch solche verzweifelten Aktionen nicht, diese Quote im Promillebereich zu verändern:
Eine ganze Industrie an Beratern stürzt sich nach SEO, SEM nun auf CRO (Conversion Rate Optimisation) und versucht mit allerlei Tests die Conversion in Shops zu verbessern. Das ist völlig in Ordnung. Allerdings zeigt dieses Video, dass wir uns voher mal Gedanken machen sollten, ob es nicht geschickter wäre, erst einmal alles was einen Kauf definitiv „verhindert“ aus dem Weg zu räumen.

Denken wir also mal drüber nach. Oder?

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