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Handel oder endlich handeln im E-Commerce?

Während drüben bei Exciting Commerce zurecht auf die notwendige Geschwindigkeit beim Ausrollen neuer Geschäftsmodelle mit Nachdruck hingewiesen wird, sehe ich noch hohe Defizite im Handel mit dem „handeln“. Insbesondere der Schweizer Markt ist meiner Meinung nach noch zu wenig erwacht und läuft Gefahr von internationalen Konzepten schlicht überrollt zu werden. Dabei finden sich Inspirationen und „Wachrüttel-Vorlagen“ zu genüge im Netz. Ein schönes Beispiel ist diese Slideinferneo Präsentation

mit einem Rundumschlag zu den zwar buzzigen aber relevanten Themen:

  • Social
  • Local
  • Mobile

Wann und in welcher letztendlichen Kombination diese Themen ihren finanziell relevanten Durchbruch haben werden, ist sicher zu diskutieren. Nicht aber, dass es schon relevante Geschäftsmodelle in den einzelnen Bereichen gibt – sehr erfolgreiche sogar. Nun gilt es die Gedanken über das bereits bestehende zu erheben. Aufbruch in neue Konzepte, Technologien und und vor allem Zielgruppen und Mechaniken.
Keine Angst vorm Scheitern ist angesagt.
Wer dabei sein will muss zwingend dazu bereit sein. Aber dafür braucht es in vielen Fällen auch die Bereitschaft sich hinsichtlich der eigenen Firmenkultur neu zu erfinden bzw. sich wenigstens mal zu hinterfragen.
Momentan ist noch viel zu häufig folgende Ausgangslage anzutreffen:

E-Commerce ist für viele Händler leider immer noch, wenn der Ladenbauer die Filiale leiten darf.

Ich bin immer auf der Suche nach Beispielen und Diskussionspartnern hier in der Schweiz und über jeden Hinweis darauf sehr dankbar.

{ 3 comments… add one }
  • Thomas Lang 6. November 2011, 21:52

    Tolle Slideshare-Präsi und wunderbar das einmal einer mehr darauf hinweist, dass die SCHWEIZ SCHLÄFT! Habe ja drüben schon mehr als einen Weckruf gestartet (http://is.gd/aGEinE oder http://is.gd/mw1IBH).
    Was haben wir in den letzten Wochen gesehen; neue Shops von PKZ (www.thelook.com / 22 Monate und mehrere Mio. Budget), Micasa (www.micasa.ch) oder 4 neue Shops aus dem Hause Coop. Alle haben eines gemeinsam: sie sind langweilig und greifen kaum ein neues Konzept auf. Sie sind eine „virtuelle Filiale“ weil man das ja „heute haben muss“. Währenddessen bläst Deutschland zum Angriff und überrollt die Schweiz mit http://www.zalando.ch oder auch ein http://www.livingo.de dürfte bald starten usw.
    Aber wir basteln hier getrost weiter – immerhin sind wir in Sachen mobil etwas früher dran als der Norden.

  • mona 7. November 2011, 17:56

    Nun ja ich denke die Angst vor dem Scheitern ist weniger das Problem, eher dass kaum neue Ideen vorhanden sind mit den passenden Geldgebern. Wir Schweizer sind ja bekanntlich nicht so experimentierfreudig 😉 Allerdings muss man dazu sagen das PKZ wie auch die Migros (meines Wissens) vor allem im Backend zuerst mal aufgeräumt haben um ein gutes Marketingtool zu konzeptionieren welches erlaubt auch in Zukunft darauf aufzubauen. Wichtiger als ein originelles neues Feature ist wohl dass das System stabil ist, gut zu bedienen und in der jetzigen Zeit vor allem auch mobil ist. Vor allem Grosshändler erlauben sich kaum Abweichungen im Informationsdesign, weil ihnen @thlang eh auf die Finger haut bei einem Review 😉 Und auch weil dann wohl die Support-Hotline dauernd klingelt dass die Kunden zu „unbegabt“ sind eine Bestellung abzuliefern.. das und noch viel mehr sind wohl gründe für die teilweise eher unkreative Erscheinung gewisser Shopsysteme.

  • Dennis 17. November 2011, 13:33

    Um das Thema mal von der Kundenseite aufzugreifen: Schaut mal bei blacksheep.de [Link entfernt] rein, da finden sich sehr schöne und auch sportlich kreative Kleidungsstücke für jede Gelegenheit!

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