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Social Shopping aus Österreich mit Trendley

Nun tut sich in Sachen Social Shopping auch etwas in Österreich. Das im Oktober 2012 gegründete Startup Trendley ist mit deiner Betaversion gestartet.
Hierbei handelt es sich um einen typischen Aggreator wie z.B. Polyvore oder Stylight bei dem die User sich eigene Boards bzw Outfits erstellen können. Die Produkte werden hierbei aus den Katalogen von Versendern wie z.B. Zalando importiert und dargestellt. Für die Vermittlung des Käufer zu den einzelnen Shops erhält die Plattform eine Provision. Damit wäre das Geschäftsmodell auch schnell erklärt.

Die Trendley Startseite auf dem iPad betrachtet:

Neben der Suche nach Produkten bzw. die Auswahl über eine Filternavigation ist es jedoch entscheidend einen „sozialen“ Mehrnutzen zu erzeugen. Die zusammengestellten Outfits können bewertet, geliked und geteilt werden. So kann man sich von anderen Usern inspirieren lassen und neu kombinierte Outfits entdecken.

 

Nach einem kurzen Test zeigt sich Trendley als eine „Kopie“ von Polyvore – leider ohne nennenswerte Verbesserungen oder Innovationen. Die sehr mühsame Performance mag an der Beta-Version liegen. Hoffentlich, denn so dauert das Zusammenstellen eines Outfits einfach zu lange.
Aber auch mit einer besseren technischen Performance ist die Auswahl aufgrund der recht umständlichen Anordnung der Bereiche recht mühsam. Hier sind gegenüber z.B. Polyvore klare Nachteile in der Usability erkennbar. Möglicherweise hätte man sich da noch stärker an das Original halten sollen bzw. die lange erprobten Features nur einfach modifiziert.

Trendley-Outfit-generate

Positiv zu erwähnen ist die ansprechende Nutzung auch auf mobilen Endgeräten. Allerdings kann der volle Funktionsumfang (Zusammenstellen von Outfits) erst ab Tabletgrösse im Landscape-Modus gemacht werden. Sicherlich sinnvoll.

Einen klaren Vorteil erkennt man jedoch in der lokalen Ausrichtung. Bei der Registrierung, auch über gängige Social Logins, wählt man das Herkunftsland aus. Diese Auswahl hat dann Auswirkung auf das Angebot und auch die angezeigten Preise. Dieses ist natürlich sinnvoll, denn was nützt mir ein Kleidungsstück, welches z.B. nicht in die Schweiz geliefert wird. Aber das ist bei der momentanen begrenzten Integration von Shops (aktuell nur Zalando und Stylebob) noch nicht kritisch. Auch positiv ist, das hier auch Männer „mitspielen“ dürfen. Stylight ist diesem „Trend“ bereits gefolgt. Polyvore ist nach wie vor reine Frauensache.

Fazit:
Es ist erfreulich, dass nun auch in Österreich Initiativen für Social Shopping mit einem grenzüberschreitenden Ansatz an den Start gehen. Allerdings gibt es inhaltlich bzw. bei der User Experience noch Luft nach oben.

 

{ 2 comments… add one }
  • Diana Versteege 7. Januar 2013, 16:24

    Und der gesamte Look dann mit einem Klick in den Warenkorb… wäre noch fortschritlich. Zu langsam, zu mühselig, zusehr Kopie von Stylight. Wo ist bei dieser Plattform da der Kick ? Wo annimiert es mich meinen Look zusammenstellen ? Wo bekomme ich Inputs zu meinen Ideen ? Fragen über Fragen ;-)) Du hast gutes Durchhaltevermögen, ich war nach deiner Einladung vielleicht 1-2 Minütchen auf der Plattform.

    • Malte Polzin 7. Januar 2013, 16:35

      Danke für deine schnelle und harte Bewertung. 🙂 Ja, eine Kopie und ja, es war mühsam. Es bleibt zu hoffen, dass sich dort noch mal etwas tut.

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